Mehr Solarfläche für Sonnenstrom von der Bergstraße - GGEW AG investiert in Bickenbach sechs Millionen in neues Solarkraftwerk

Datum: 11.02.2010

Mehr Solarfläche für Sonnenstrom von der Bergstraße
GGEW AG investiert in Bickenbach sechs Millionen in neues Solarkraftwerk


BENSHEIM / BICKENBACH. Die Gruppen- Gas- und Elektrizitätswerk Bergstraße Aktiengesellschaft (GGEW AG) investiert im Jahr 2010 bis zu sechs Millionen Euro in ein neues Solarkraftwerk an der Bergstraße. Auf der Gemarkung von Bickenbach (Kreis Darmstadt-Dieburg) soll nahe der Autobahn eine neue Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 2,3 Megawatt in Betrieb gehen: Um Strom aus regenerativer Sonnenenergie zu erzeugen.

Wie die GGEW AG am Donnerstag in Bickenbach mitteilte, freut sich das kommunale Energieunternehmen, noch mehr Sonnenenergie für seine Stromkunden nutzbar machen zu können. Die geplanten Solarmodule auf einer Fläche von 40 Tausend Quadratmetern können künftig mit einer Stromproduktion von über zwei Millionen Kilowattstunden pro Jahr rund 800 Haushalte mit Strom aus Sonnenkraft versorgen. Die Anlage wird dann jedes Jahr knapp 1.200 Tonnen CO2 einsparen.

„Die vielen Sonnenstunden an der Bergstraße sollen nicht nur die hier wachsenden Weintrauben verwöhnen. Wir haben vor, den Anteil der erneuerbaren Energien in unserem Strom-Mix erneut zu erhöhen“, erklärt Dr. Peter Müller, Vorstand der GGEW AG. Dank der außergewöhnlichen  Unterstützung von Bickenbachs Bürgermeister Günter Martini und der Bickenbacher Gemeindevertreter wird die neue Anlage voraussichtlich bereits im Sommer ans Netz gehen können.

Echter Ökostrom: Neue Anlagen erhöhen Anteil am Strom-Mix

Die GGEW AG wolle als ökologisch verantwortungsvoller Energieversorger ihr Engagement zum Erzeugen von regenerativem Strom weiter ausbauen. Ökologisch sinnvoll seien Investitionen besonders dann, wenn die Ökostrom-Mengen aus neuen Erzeugungs-Anlagen kommen. „Wir investieren in regenerative Energie - verantwortungsbewusst und mit wachem Verstand“, macht Müller deutlich.

Bereits seit zehn Jahren können Verbraucher Ökostrom bei der GGEW AG ordern. Sie hatte bundesweit als einer der ersten Versorger Strom aus einer eigenen Photovoltaikanlage gewonnen. Damit war das Unternehmen im Sommer 1999 Vorreiter in der Branche und auch eines der ersten, das seinen Kunden regenerativ erzeugten Strom angeboten hat.

"Wir investieren regelmäßig in neue Anlagen“, versichert Müller, „Ziel ist es, mittelfristig die Kunden in unserem Stromnetz zu mindestens 30% mit Ökostrom aus eigenen Erzeugungsanlagen zu versorgen“. So sei das Energieunternehmen am Bau des ersten kommerziellen Offshore Windparks in der Nordsee beteiligt: Als Gründungsgesellschafterin baut die GGEW AG zusammen mit rund fünfzig meist kleineren kommunalen Energieversorgern den ersten großen Offshore Windpark einer Stadtwerke-Kooperation. Auch dabei denkt das Unternehmen bereits über eine Erhöhung ihres Engagements an diesem Projekt nach. Zudem will die GGEW AG sich künftig mit dem Erzeugen von regenerativer Energie aus Geothermie eine neue Energiequelle erschließen.   

Sehen Sie hierzu auch den Bericht des Hessen-Fernsehens.

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