GGEW bestätigt Ergebnisprognose und stärkt finanzielle Basis

Jahresüberschuss von 5,5 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025. Eigenkapital wächst auf 81 Millionen Euro. Investitionen in Erneuerbare Energien, Netze und Digitalisierung werden fortgesetzt.

Carsten Hoffmann, Vorstand der GGEW AG.
Carsten Hoffmann, Vorstand der GGEW AG.

Bensheim. Die GGEW AG hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 5,5 Millionen Euro abgeschlossen und damit ihre Planung im vergangenen Jahr bestätigt. Zugleich erhöhte sich das Eigenkapital des kommunalen Energieversorgers von 76,8 auf 81 Millionen Euro. Nach dem wirtschaftlich herausfordernden Vorjahr sieht das Unternehmen darin einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen Stabilisierung.

„2025 war für die GGEW das Jahr der wirtschaftlichen Stabilisierung. Wir haben unsere Prognose eingehalten, unsere finanzielle Basis gestärkt und wichtige Veränderungen im Unternehmen umgesetzt“, erklärt GGEW-Vorstand Carsten Hoffmann. „Jetzt kommt es darauf an, diese Entwicklung dauerhaft zu sichern und den gewonnenen Handlungsspielraum gezielt für die Zukunft des Unternehmens und der Region einzusetzen.“

Finanzielle Stabilität verbessert

Die Bilanzsumme der GGEW AG erhöhte sich im Geschäftsjahr 2025 leicht von 255,8 auf 258,4 Millionen Euro. Auch die Zahl der Beschäftigten entwickelte sich nach oben: Zum 31. Dezember 2025 waren 384 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im GGEW-Konzern beschäftigt, nach 372 im Vorjahr.

Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf 216,6 Millionen Euro. Insgesamt investierte das Unternehmen rund 13 Millionen Euro. Die Investitionen wurden nach dem schwierigen Vorjahr konsequent priorisiert und insbesondere auf die Weiterentwicklung der Energieinfrastruktur, den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Digitalisierung des Unternehmens ausgerichtet.

„Die eingeleiteten Kosten-, Prozess- und Digitalisierungsmaßnahmen haben zur wirtschaftlichen Verbesserung beigetragen“, sagt Hoffmann. „Dabei ging es nicht darum, Investitionen grundsätzlich zurückzufahren, sondern Projekte gezielt zu bewerten, zu priorisieren und die vorhandenen Mittel verantwortungsvoll einzusetzen.“

Dividende stärkt die kommunalen Anteilseigner

Die verbesserte wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht es der GGEW, die vorgesehene Dividende erneut aus der eigenen Ertragskraft zu finanzieren. Die Ausschüttung in Höhe von vier Millionen Euro kommt den kommunalen Anteilseignern und damit unmittelbar den Städten und Gemeinden der Region zugute.

„Als kommunales Unternehmen tragen wir eine besondere Verantwortung“, betont Hoffmann. „Die wirtschaftliche Stabilität der GGEW stärkt nicht nur das Unternehmen selbst. Sie schafft zugleich Werte für unsere kommunalen Anteilseigner, sichert Arbeitsplätze in der Region und ermöglicht Investitionen in eine zuverlässige und zukunftsfähige Energieversorgung.“

Digitalisierung als Grundlage für effizientere Prozesse

Ein Schwerpunkt des Geschäftsjahres 2025 lag auf der weiteren Digitalisierung interner Abläufe. Grundlage dafür ist die unternehmenseigene Digitalstrategie mit den Schwerpunkten Datenmanagement, Automatisierung, künstliche Intelligenz und Prozessoptimierung.

„Unser Kerngeschäft bleibt die sichere und zuverlässige Versorgung der Menschen und Kommunen mit Energie, Wasser und moderner Infrastruktur“, erklärt Hoffmann. „Digitalisierung hilft uns, dieses Kerngeschäft effizienter, kundenorientierter und zukunftsfähiger aufzustellen. Gleichzeitig eröffnet sie Möglichkeiten für neue Dienstleistungen und Geschäftsmodelle.“

Insbesondere Prozesse in der Kundenbetreuung wurden im vergangenen Jahr überprüft und weiterentwickelt. Ziel sind klarere Abläufe, kürzere Bearbeitungszeiten und eine verlässlichere Kommunikation mit den Kundinnen und Kunden. „Hier wurden bereits Verbesserungen erzielt, aber es gibt sicher noch Luft nach oben“, ergänzt Hoffmann.

Ausbau der Erneuerbaren Energien geht weiter

Parallel zur wirtschaftlichen Stabilisierung setzt die GGEW den Ausbau ihrer eigenen Erzeugungskapazitäten fort. Nach der Inbetriebnahme der Photovoltaik-Freiflächenanlage „Im Bruch“ in Lampertheim steht 2026 ein weiteres Großprojekt vor der Fertigstellung.

Im baden-württembergischen Laudenbach entsteht auf einer Fläche von rund sechs Hektar die bislang größte Photovoltaik-Freiflächenanlage der GGEW. Rund 11.000 Solarmodule sollen eine Leistung von 7,8 Megawattpeak erreichen und künftig bis zu neun Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen.

„Der Ausbau der Erneuerbaren Energien bleibt ein zentraler Bestandteil unserer Strategie“, sagt Hoffmann. „Wir wollen die regionale Energieerzeugung stärken und gleichzeitig einen konkreten Beitrag zur Energiewende leisten.“

140 Jahre GGEW: Verantwortung und Erneuerung

Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen fällt in das Jahr des 140-jährigen Bestehens der GGEW. Das Jubiläum verbindet das Unternehmen mit einer Weiterentwicklung seines Markenauftritts. Dabei bleibt die regionale Identität der GGEW erhalten und wird zugleich stärker auf die künftigen Aufgaben des Unternehmens ausgerichtet.

Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam Energie für morgen gestalten“ will die GGEW ihre Rolle als kommunaler Infrastruktur- und Energiedienstleister weiterentwickeln.

„Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie schnell sich die Rahmenbedingungen in der Energiewirtschaft verändern können“, sagt Hoffmann. „Unsere Aufgabe ist es, auf diesen Wandel mit wirtschaftlicher Vernunft, technologischer Offenheit und klarer Verantwortung für die Region zu reagieren. Dafür haben wir im Jahr 2025 eine wichtige Grundlage geschaffen.“

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