Die Jahresberichte der GGEW
Unsere Jahresberichte geben Einblick in Zahlen, Entwicklungen und Perspektiven der GGEW AG. Sie zeigen, wo wir stehen, was uns bewegt und welche Ziele wir verfolgen – transparent und nah an unserer Region.
Unsere Jahresberichte geben Einblick in Zahlen, Entwicklungen und Perspektiven der GGEW AG. Sie zeigen, wo wir stehen, was uns bewegt und welche Ziele wir verfolgen – transparent und nah an unserer Region.
Im Jahresbericht 2024 blicken wir auf ein herausforderndes Geschäftsjahr zurück und zugleich nach vorn. Das neue, bewusst kompakte Format zeigt: GGEW geht neue Wege. Wir haben den Bericht auf die wichtigsten Kennzahlen fokussiert und ihn ausschließlich digital aufbereitet. Damit geben wir den Zahlen mehr Raum und schonen Ressourcen.
2024 war eines der schwierigsten Jahre in der fast 140-jährigen Geschichte von GGEW. Doch jede Krise birgt Chancen: Mit einer klaren Strategie und ersten Schritten in die Transformation stellen wir heute die Weichen für die Zukunft.
Eine Prognose für den Verlauf des restlichen Jahres abzugeben ist im Frühjahr 2025 schwierig. Die Veränderungen im Welthandel – insbesondere das Bedrohungspotential infolge einer unwägbaren Zollpolitik – sorgen für eine Eintrübung der globalen Wachstumsaussichten. Das trifft besonders die exportorientierte deutsche Wirtschaft hart. Hatte das Frühjahrsgutachten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute Anfang April für 2025 noch eine Zunahme des BIP von 0,1% prognostiziert, so geht wenige Wochen später die geschäftsführende Bundesregierung in ihrer Konjunkturprognose von einem Nullwachstum aus. Für 2026 hatte das Frühjahrsgutachten noch mit 1,3% Wachstum gerechnet, die aktuelle Konjunkturprognose reduziert diesen Wert auf nur noch 1%. Das dritte Jahr in Folge ohne Wachstum hinterlässt Spuren auf dem Arbeitsmarkt, die Arbeitslosenquote soll sich laut Frühjahrsgutachten von 6,0% im Vorjahr auf 6,3% erhöhen und erst 2026 wieder auf 6,2% sinken. Was die Inflationsrate angeht, wird für 2025 mit einem Rückgang von 2,2% (Vorjahr) auf 2,0% gerechnet, was sich 2026 mit 1,9% fortsetzen soll.
Die große wirtschaftliche Unsicherheit stellt insofern ein Risiko für die GGEW dar, als dass wir mit stärkeren Schwankungen im Energieverbrauch unserer Geschäftskunden rechnen müssen, die mitunter auch außerhalb der vertraglich vereinbarten Flexibilität liegen können. Hier sind Beschaffung und Geschäftskundenvertrieb gefordert, Lösungen zu finden, die das Risiko besser prognostizierbar machen. Im Tarifkundenbereich beobachtet unser Forderungsmanagement schon seit einiger Zeit den Trend zu niedrigeren Ratenzahlungen. Dies könnte sich durch einen Anstieg der Arbeitslosenquote noch intensivieren und auch das Risiko von Forderungsausfällen erhöhen.
Eine Chance für 2025 bieten unsere gegenüber dem Vorjahr deutlich reduzierten Beschaffungspreise, die eine gute Basis sind, um verlorene Kunden zurückzugewinnen und die Neukundenakquise erfolgreich zu gestalten. Auch der Regierungswechsel kann eine Chance darstellen, da im Koalitionsvertrag kommunale Unternehmen als Rückgrat der öffentlichen Daseinsvorsorge hervorgehoben werden und betont wird, dass Kommunen und Energieversorger Planungssicherheit und einen attraktiven Investitionsrahmen brauchen. Wie sich das in der Umsetzung konkretisiert, bleibt abzuwarten.
Was die Nachhaltigkeitsberichterstattung angeht, für die 2025 bei der GGEW viele Ressourcen eingeplant waren, war die Politik bereits für eine Überraschung gut: Am 3. April 2025 stimmte das Europäische Parlament einer „Stop-the-Clock“-Regelung zu, der zufolge die Verpflichtung zu einer Nachhaltigkeitsberichterstattung nach der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) um zwei Jahre verschoben wird. Gleichzeitig soll der Anwendungsbereich der CSRD auf Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten beschränkt werden, so dass die GGEW der Berichtspflicht nach CSRD nicht mehr unterliegen würde. Sollte dieser Vorschlag tatsächlich Gesetz werden, würde die GGEW sich stattdessen am deutlich weniger umfangreichen Voluntary Sustainability Reporting Standard (VSME) orientieren. Dieser Standard wurde als freiwillige Richtlinie entwickelt, um KMU bei der Erfüllung der Anforderungen von Geschäftspartnern wie Banken und Investoren zu unterstützen. Alle VSME-bezogenen Aktivitäten werden koordiniert mit der ebenfalls für 2025 geplanten EMAS-Zertifizierung (Eco-Management and Audit-Scheme). Besonders im Fokus steht im kommenden Jahr die Digitalisierungsstrategie, die Arbeit an diesem Projekt hat bereits in Q1/2025 begonnen. Es ist auf mehrere Jahre angelegt und hat zum Ziel, über eine Verschlankung und Digitalisierung unserer Kernprozesse die Cost-to-Serve um 50% zu senken.
In der Gassparte liegt der Bezug der GGEW AG im ersten Quartal 2025 bei 96,2% des Vorjahreswerts, in der Stromsparte sind es 95,5%. Die Winderträge unserer Anlagen lagen im ersten Quartal 2025 mit -38,34% deutlich unter den Planwerten, was an den sehr windarmen Monaten Februar und März lag, die zusätzlich deutschlandweit auch seit Beginn der Auswertungen 1931 noch nie so trocken waren wie in diesem Jahr.
Für das Geschäftsjahr 2025 prognostiziert die GGEW AG eine leichte Belebung des Absatzes, was mit einer Steigerung des Umsatzes von weniger als 10% einhergehen sollte. Der Jahresüberschuss sollte im nächsten Jahr in einer Größenordnung liegen, die einen wesentlichen Teil der mit den Anteilseignern vereinbarten Ausschüttung abdeckt.
Das Investitionsvolumen für 2025 wurde in Höhe von rund 20,2 Mio. EUR geplant (Vorjahr 15,1 Mio. EUR). Es zeichnet sich bereits im ersten Halbjahr ab, die Investitionen für das Geschäftsjahr 2025 deutlich zu reduzieren, um die in der Unternehmensstrategie hinterlegten Maßnahmen weitestgehend zu finanzieren.
Die Finanzierung soll durch finanzielle Rückflüsse aus leicht gesteigerten Umsatzerlösen, einem aktiv betriebenen Working-Capital-Management als auch durch eine fristenkongruente Finanzierung aus Eigenmitteln und bereitgestellten Fremdmitteln sichergestellt werden.
Auch im Jahr 2024 war die GGEW AG als Energieversorger durch Gesetzesbeschlüsse zur Krisenbewältigung umfangreich gefordert. Insbesondere die Umsetzung der „Strom- und Gaspreisbremse“ und die damit einhergehende Beratungsintensität im Rahmen der Abrechnung waren große Herausforderungen, denen wir mit organisatorischen und personellen Änderungen begegnet sind. So wurde u.a. die GGEW APP eingeführt, die Prozesse verschlanken und insbesondere die Abwicklung der Jahresablesung vereinfachen soll.
Im Geschäftsjahr 2024 verzeichnet die GGEW einen Umsatz in Höhe von 234,3 Mio. Euro (Vorjahr 242,4 Mio. Euro). Der Materialaufwand (inkl. Konzessionsabgaben) lag bei 188,2 Mio. Euro (Vorjahr 200,6 Mio. Euro).
Die gesamte Stromabgabe an Letztverbraucher liegt bei 338 Mio. kWh gegenüber 345 Mio. kWh im Vorjahr. Der Umsatz im Strombereich beläuft sich auf 130,4 Mio. Euro (Vorjahr 136,3 Mio. Euro). Die gesamte Gasabgabe an Letztverbraucher liegt bei 661 Mio. kWh (Vorjahr 725 Mio. kWh). Der Umsatz im Gasbereich beläuft sich auf 80,2 Mio. Euro (Vorjahr 86,7 Mio. Euro). Die Wasserabgabe war 2024 mit 2,9 Mio. m³ nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr (3,0 Mio. m³). Der Umsatz im Wasserbereich beläuft sich auf 8,3 Mio. Euro (Vorjahr 6,7 Mio. Euro).
Das Basinus-Bad konnte die Anzahl der Badegäste mit 369.623 (inkl. Badesee) gegenüber dem Vorjahresergebnis (380.730) ungefähr halten. Damit liegt die Gesamtzahl der Badegäste seit Eröffnung für das Basinus-Bad und für den Badesee bei knapp 6,6 Mio. Besuchern.
Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2024 produzierten unsere Windparks aufgrund des gegenüber dem langjährigen Mittel um 5,59% geringeren Windangebots weniger Strom als im Vorjahr. Diese Mindererträge konnten auch nicht durch die vereinzelt höheren technologiespezifischen Großhandelspreise (Monatsmarktwerte) am Spotmarkt im Rahmen des EEG-Direktvermarktungsmodells kompensiert werden, so dass die Erlöse im Durchschnitt unter den Erwartungen lagen. Die durchschnittliche Sonneneinstrahlung entsprach im Geschäftsjahr 2024 dem prognostizierten langjährigen Mittel. Unsere Freiflächen PV-Parks konnten die Sonneneinstrahlung aufgrund der mit dem überwiegend fortgeschrittenen Alter der Anlagen einhergehenden geringeren technischen Verfügbarkeit nicht vollständig nutzen. Auch die teilweise hohen Marktwerte konnten diesen Effekt nicht kompensieren, so dass wir bei den Erlösen nur 84,6% des EEG-Planjahres erreicht haben.
Im Berichtsjahr 2024 investierte die GGEW AG 16,2 Mio. Euro inkl. BKZ in das Sachanlagevermögen (Vorjahr 19,7 Mio. Euro). Die hohen Investitionen hat GGEW trotz inflationsbedingt massiv gestiegener Kosten geleistet. Die Summe wird ergänzt durch Instandhaltungsmaßnahmen in einer Höhe von 4,7 Mio. Euro (Vorjahr 4,4 Mio. Euro).
Unsere Aktionäre erhalten Konzessionsabgaben in Höhe von rund 4,7 Mio. Euro. Als Dividende für das Geschäftsjahr 2024 schlägt der Vorstand eine Ausschüttung von insgesamt 4,0 Mio. Euro vor, so dass sich Zahlungen an unsere Aktionäre von insgesamt 8,7 Mio. Euro ohne Steuern ergeben.
Wie in den meisten Branchen verändert sich auch das Umfeld für die Energiewirtschaft und damit die geschäftlichen Aktivitäten der GGEW AG durch die digitale Transformation. Wir gestalten diesen Veränderungsprozess aktiv. Wir betreiben in diesem Bereich keine Forschung und Entwicklung, sondern kombinieren am Markt angebotene Produkte und Lösungen, die wir nach den Bedürfnissen unserer Kunden ausrichten. Damit sichern wir langfristig die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Wir setzen kontinuierlich auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien, den Ausbau der Energie- und Glasfaserinfrastruktur, der Energiedienstleistungen und die Produktentwicklung hin zu den Endkunden und deren Integration in eine effiziente Energieversorgung.
Auch im Jahr 2024 waren wir als Energieversorger durch Gesetzesbeschlüsse zur Krisenbewältigung umfangreich gefordert. Insbesondere die Umsetzung der „Strom- und Gaspreisbremse“ und die damit einhergehende Beratungsintensität im Rahmen der Abrechnung waren große Herausforderungen.
Dies führte insbesondere im ersten Halbjahr in unserem Kundenservice zu Belastungen. Durch gegenüber dem Vorjahr gesteigerte Kundenkontakte kam es zu teilweise langen Wartezeiten bei der Bearbeitung von Kundenanfragen. Dem entgegnet die GGEW AG mit organisatorischen und personellen Änderungen.
Wir haben für unsere Kunden die GGEW APP eingeführt. Die GGEW APP soll Prozesse verschlanken und insbesondere die Abwicklung der Jahresablesung vereinfachen.
Unser Ziel ist es, unsere Kunden mit unserem Kundenservice und unserem Produkt- und Serviceangebot zu begeistern und eine hohe Kundenzufriedenheit zu erzeugen.
Der Wettbewerbsdruck im Energiemarkt bleibt hoch. Sinkende Absatzmengen sind eine direkte Folge von Anbieterwechseln. Darüber hinaus senken Effizienzmaßnahmen wie verbesserte Wärmedämmung und der Ausbau von Photovoltaikanlagen den Energieverbrauch unserer Kunden.
Die Strom- und Gasabsatzmengen bei der GGEW sind daher gegenüber 2023 aufgrund des wachsenden Wettbewerbsdrucks und der gestiegenen Wechselbereitschaft der Kunden weiter zurückgegangen.
Gleichzeitig wächst das Interesse an unabhängiger Energieversorgung. Wir begleiten unsere Kunden auf diesem Weg und bieten innovative, wettbewerbsfähige Lösungen – von Photovoltaikanlagen und Stromspeichern bis hin zur Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Dabei setzen wir gezielt auf den flächendeckenden Ausbau moderner Ladelösungen, um Elektromobilität noch attraktiver und alltagstauglicher zu machen. Mit maßgeschneiderten Dienstleistungen und zukunftsorientierten Konzepten schaffen wir echten Mehrwert und unterstützen unsere Kunden dabei, ihre Energieversorgung nachhaltig und effizient zu gestalten.
Die Nahwärmepreise wurden infolge der steigenden Vorkosten vertragsgemäß zum 1. Januar 2024 angepasst.
Auch die Wasserpreise wurden im gesamten Versorgungsgebiet der GGEW AG zum 01.01.2024 erhöht, nachdem diese seit dem 01.01.2018 unverändert geblieben waren.
Im März 2024 teilte uns die Regulierungskammer Hessen den im Rahmen des Effizienzvergleichs Strom für die vierte, im Jahr 2024 beginnende Regulierungs-periode ermittelten Effizienzwert mit: Der Wert für die GGEW AG liegt bei 100,11 % und setzt sich zusammen aus dem eigentlichen Effizienzwert in Höhe von 100 % zuzüglich eines individuellen Effizienz-Bonus in Höhe von 0,11 %. Neben dieser hohen Effizienz zeichnet den Stromnetzbetrieb der GGEW AG auch eine hohe Versorgungssicherheit aus: Beleg dafür ist, dass die GGEW AG, wie auch in der Vergangenheit, erneut einen Qualitätszuschlag erhielt. Mit dem sogenannten Qualitätselement werden bei Stromnetzbetreibern in Form eines Bonus-Malus-Systems Zu- oder Abschläge auf die Erlösobergrenze vorgenommen. Eine überdurchschnittlich hohe Versorgungssicherheit wird mit einem Zuschlag belohnt, eine niedrigere Versorgungssicherheit durch einen Abschlag bestraft.
Die Umsatzerlöse der GGEW AG betrugen im Berichtsjahr in der Sparte Elektrizitätsverteilung 46,4 Mio. Euro (Vorjahr 37,8 Mio. Euro) und in der Sparte Gasverteilung 14,7 Mio. Euro (Vorjahr 13,4 Mio. Euro). Die Bilanzsumme lag bei 51,4 Mio. Euro (Vorjahr 56,1 Mio. Euro) in der Sparte Elektrizitätsverteilung bzw. 37,7 Mio. Euro (Vorjahr 42,8 Mio. Euro) in der Sparte Gasverteilung.
Für die Geschäftsentwicklung des Unternehmensbereiches Erneuerbare Energien stellen der Witterungsverlauf, neben der Sonneneinstrahlung insbesondere das Windaufkommen, wesentliche Einflussfaktoren auf unser 100% regeneratives Erzeugungsportfolio dar.
Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2024 produzierten unsere Windparks aufgrund des gegenüber dem langjährigen Mittel um 5,59% geringeren Windangebots weniger Strom als im Vorjahr. Diese Mindererträge konnten auch nicht durch die vereinzelt höheren technologiespezifischen Großhandelspreise (Monatsmarktwerte) am Spotmarkt im Rahmen des EEG-Direktvermarktungsmodells kompensiert werden, so dass die Erlöse im Durchschnitt unter den Erwartungen lagen.
Die durchschnittliche Sonneneinstrahlung entsprach im Geschäftsjahr 2024 dem prognostizierten langjährigen Mittel. Unsere Freiflächen PV-Parks konnten die Sonneneinstrahlung aufgrund der mit dem überwiegend fortgeschrittenen Alter der Anlagen einhergehenden geringeren technischen Verfügbarkeit nicht vollständig nutzen. Auch die teilweise hohen Marktwerte konnten diesen Effekt nicht
kompensieren, so dass wir bei den Erlösen nur 84,6% des EEG-Planjahres erreicht haben.
Durch die europäische Klimapolitik sowie die nationalen Klimaziele eröffnen sich mittel- und langfristig Wachstumspotenziale, so dass die Erneuerbaren Energien weiterhin im Fokus unserer strategischen Ausrichtung stehen. Durch jüngste Gesetzesnovellen wie zum Beispiel dem „Solarpaket I“ wurden weitere wichtige Voraussetzungen für den zügigen Ausbau der Wind- sowie Solarenergieanlagen geschaffen. Durch die sog. „Gemeindeöffnungsklausel“ haben Kommunen eine Handlungsoption für den Ausbau der Windenergie erhalten, um Windprojekte an bislang regionalplanerisch ausgeschlossenen Standorten realisieren zu können. Die GGEW AG befindet sich bereits in intensiven und aussichtsreichen Gesprächen mit Eigentümern und Kommunen, um – auch in Anbetracht der erweiterten Flächenkulisse und dem zunehmend von Dynamik geprägten regulatorischen Umfeld – im Wettbewerb weitere regenerative Projekte umsetzen zu können.
Im Frühjahr 2024 wurde der Innovationspark im nahen Wald-Michelbach in Betrieb genommen. Die Hybrid-Anlage mit 4,6 Megawattpeak (MWp) installierter PV-Anlagenleistung und einem Batteriespeicher mit 5,8 Megawattstunden Kapazität bei einer maximalen Nennleistung von 1,6 Megawatt, ist im Rahmen einer Innovationsausschreibung gemäß EEG umgesetzt worden. Damit hat die GGEW AG ihr erstes Großspeicherprojekt erfolgreich an das Netz gebracht, welches rechnerisch ca.1.500 Haushalte mit Strom versorgen kann.
Im Rahmen des weiteres Portfolioausbaus ist als Kooperationsprojekt zum Ende des Jahres 2024 der Solarpark Lampertheim planmäßig in Betrieb genommen worden. Auf einem Areal von rund 5 Hektar ist dort eine 6,17 Megawattpeak leistungsstarke PV-Freiflächenanlage entstanden, die rechnerisch rund 2.000 Haushalte versorgen kann. Auf der Gemarkung Laudenbach in Baden-Württemberg ist aktuell geplant, ein weiteres rund 7,8 MWp leistungsstarkes PV-Freiflächenprojekt für die rechnerische Versorgung von rund 2.600 Haushalten zu realisieren. Die Baugenehmigung soll im Laufe des Jahres 2025 vorliegen.
Im Geschäftsjahr 2024 verzeichnet die GGEW einen Umsatz in Höhe von 234,3 Mio. Euro (Vorjahr 242,4 Mio. Euro). Der Materialaufwand (inkl. Konzessionsabgaben) lag bei 188,2 Mio. Euro (Vorjahr 200,6 Mio. Euro).
Die gesamte Stromabgabe an Letztverbraucher liegt bei 338 Mio. kWh gegenüber 345 Mio. kWh im Vorjahr. Der Umsatz im Strombereich beläuft sich auf 130,4 Mio. Euro (Vorjahr 136,3 Mio. Euro).
Die gesamte Gasabgabe an Letztverbraucher liegt bei 661 Mio. kWh (Vorjahr 725 Mio. kWh). Der Umsatz im Gasbereich beläuft sich auf 80,2 Mio. Euro (Vorjahr 86,7 Mio. Euro).
Die Wasserabgabe war 2024 mit 2,9 Mio. m³ nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr (3,0 Mio. m³). Der Umsatz im Wasserbereich beläuft sich auf 8,3 Mio. Euro (Vorjahr 6,7 Mio. Euro).
Das Basinus-Bad konnte die Anzahl der Badegäste mit 369.623 (inkl. Badesee) gegenüber dem Vorjahresergebnis (380.730) ungefähr halten. Damit liegt die Gesamtzahl der Badegäste seit Eröffnung für das Basinus-Bad und für den Badesee bei knapp 6,6 Mio. Besuchern.
Investitionen dienen nicht nur der Modernisierung von Anlagen, sondern auch dem weiteren Ausbau der regenerativen Erzeugung. Sie gewährleisten die Sicherung der künftigen Geschäftstätigkeit im Netzbetrieb sowie eine zuverlässige und technisch moderne Energie- und Wasserversorgung. Im Berichtsjahr 2024 investierte die GGEW AG 16,2 Mio. Euro inkl. BKZ in das Sachanlagevermögen (Vorjahr 19,7 Mio. Euro). Die hohen Investitionen hat GGEW trotz inflationsbedingt massiv gestiegener Kosten geleistet. Die Summe wird ergänzt durch Instandhaltungsmaßnahmen in einer Höhe von 4,7 Mio. Euro (Vorjahr 4,4 Mio. Euro).
Zum 31.12.2024 war die Belegschaft der GGEW AG wie folgt zusammengesetzt:
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 2024: 331
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 2023: 313
Auszubildende 2024: 16
Auszubildende 2023: 14
Die GGEW AG baut seit Jahren bei der Gewinnung von Fachkräften und jungen Potenzialträgern auf die Grundsteine der Ausbildung. So wurden auch im Geschäftsjahr 2024 in folgenden Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen junge Nachwuchskräfte ausgebildet:
Die Ausbildungsplätze für den Ausbildungsbeginn 2025 wurden im Herbst 2024 zur Suche ausgeschrieben und konnten teilweise bereits besetzt werden. Neben der Teilnahme an Berufs- und Ausbildungsmessen, wird sich die GGEW AG auch im Jahr 2025 wieder an der Nacht der Ausbildung beteiligen. Zusätzlich informiert die GGEW auf unterschiedlichen Social-Media-Kanälen über diverse Ausbildungsthemen. 2024 kam mit TikTok ein neuer Kanal dazu. Seit Oktober 2024 sind die Azubis und Jahrespraktikanten bei TikTok vertreten und geben der jungen Zielgruppe einen authentischen und humorvollen Einblick in den Arbeitsalltag.
Neben dem bei der GGEW bereits seit Jahren verankerten, modular aufgebauten "GGEW Energie Campus", erfolgte im Frühjahr der Kick-Off für ein Nachwuchsführungskräfteprogramm. Hier wurde jungen Kolleginnen und Kollegen im Rahmen verschiedener Seminare und Trainings das Handwerkszeug für ihre neue Führungsrolle an die Hand gegeben. Das 9-monatige Programm wurde im Herbst erfolgreich beendet.
Kompakt, klar, transparent: Der aktuelle Jahresbericht fasst die wichtigsten Kennzahlen der GGEW AG für das Jahr 2024 zusammen. So erhalten Sie einen übersichtlichen Einblick in unsere wirtschaftliche Entwicklung und die Basis für unser Engagement in der Region.
Hier finden Sie die Jahresberichte der GGEW AG als Download.
Pressesprecher
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