Grüner Strom aus Laudenbach: GGEW nimmt größte Photovoltaikanlage des Unternehmens symbolisch in Betrieb

7,8-Megawattpeak-Anlage an der A 5 – GGEW und Gemeinde Laudenbach setzen auf Zusammenarbeit über die Landesgrenze hinweg – Beteiligungsmöglichkeit und eigener Stromtarif für Bürgerinnen und Bürger geplant

V.l.n.r.: Florian Grob, Moritz Koch, Carsten Hoffmann, Jonas König von IBC Solar, Benjamin Köpfle, Bürgermeister Laudenbach, Steffen Hundemer und Christine Klein, Bürgermeisterin Bensheim und Aufsichtsratsvorsitzende der GGEW AG
V.l.n.r.: Florian Grob, Moritz Koch, Carsten Hoffmann, Jonas König von IBC Solar, Benjamin Köpfle, Bürgermeister Laudenbach, Steffen Hundemer und Christine Klein, Bürgermeisterin Bensheim und Aufsichtsratsvorsitzende der GGEW AG

Laudenbach. Ein weiterer Baustein der regionalen Energiewende ist am Netz: Die GGEW AG hat ihre neue Photovoltaik-Freiflächenanlage in Laudenbach symbolisch in Betrieb genommen. Gemeinsam gaben GGEW-Vorstand Carsten Hoffmann, die Bensheimer Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende der GGEW AG, Christine Klein, sowie Laudenbachs Bürgermeister Benjamin Köpfle den offiziellen Startschuss für die Anlage. Mit dabei waren außerdem Florian Grob, Bereichsleiter Erneuerbare Energien bei der GGEW, und Projektleiter Moritz Koch sowie Steffen Hundemer, Teamleiter Projektentwicklung und Akquisition PV- und Windprojekte der GGEW, und Jonas König, Junior Project Manager von IBC Solar.

Größte PV-Freiflächenanlage der GGEW

Mit einer Leistung von rund 7,8 Megawattpeak ist die Anlage das bislang größte Photovoltaikprojekt der GGEW. Auf einer Fläche von rund sechs Hektar erzeugen etwa 11.000 Module künftig bis zu 8,4 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Der vor Ort erzeugte Grünstrom wird in das regionale Stromnetz eingespeist.

„Mit der Anlage in Laudenbach setzen wir unsere Strategie konsequent fort, die erneuerbare Stromerzeugung in unserer Region auszubauen. Besonders freut mich, dass wir dieses Projekt gemeinsam über die Landesgrenze hinweg realisieren konnten“, sagt GGEW-Vorstand Carsten Hoffmann. „Als kommunal verankertes Unternehmen endet unser Verständnis von Regionalität nicht an der hessisch-baden-württembergischen Landesgrenze. Entscheidend ist, gemeinsam mit den Kommunen konkrete Projekte für eine zukunftssichere Energieversorgung voranzubringen.“ Ein ergänzender Grünstromspeicher wurde bei der Planung berücksichtigt.

Enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde

Eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung war die enge Abstimmung zwischen der GGEW und der Gemeinde Laudenbach. Von der Projektentwicklung über die Genehmigungsphase bis zur Realisierung standen beide Seiten kontinuierlich miteinander im Austausch.

„Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Laudenbach war von Beginn an ausgesprochen konstruktiv, pragmatisch und vertrauensvoll“, betont Florian Grob, Bereichsleiter Erneuerbare Energien bei der GGEW. „Gerade bei Projekten dieser Größenordnung ist ein enger Austausch mit der Kommune ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bei Bürgermeister Benjamin Köpfle und allen Beteiligten in der Gemeindeverwaltung bedanken.“

Benjamin Köpfle, Bürgermeister der Gemeinde Laudenbach, erklärt: „Mit der neuen Photovoltaikanlage wird die Energiewende hier bei uns vor Ort konkret sichtbar. Besonders wichtig war uns dabei eine offene und verlässliche Zusammenarbeit während des gesamten Projekts. Mit der GGEW hatten wir einen regionalen Partner an unserer Seite, mit dem die Abstimmung über die Landesgrenze hinweg hervorragend funktioniert hat.“

Auch Christine Klein, Bürgermeisterin der Stadt Bensheim und Aufsichtsratsvorsitzende der GGEW, hebt die regionale Dimension hervor: „Die Anlage zeigt, was kommunal getragene Energiewende leisten kann: Verantwortung für die Region übernehmen, erneuerbare Energien ausbauen und dabei über Gemeinde- und Landesgrenzen hinweg zusammenarbeiten. Dass die GGEW ihr Engagement in diesem Bereich weiter ausbaut, ist ein wichtiges Signal.“

Von der Planung bis zur fertigen Anlage

Die Fläche westlich der A 5 bietet gute Voraussetzungen für die Erzeugung von Solarstrom. Sie liegt in unmittelbarer Nähe zur Autobahn und gehört damit zu den sogenannten privilegierten Flächen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Zugleich ist das Areal für eine landwirtschaftliche Nutzung vergleichsweise wenig attraktiv.

Die technische Umsetzung des Projekts begleitete auf Seiten der GGEW Moritz Koch, Projektleiter im Bereich Erneuerbare Energien. „Von den ersten Planungen bis zur fertigen Anlage greifen bei einem Projekt dieser Größenordnung viele unterschiedliche Arbeitsschritte ineinander. Umso schöner ist es, die Anlage nun tatsächlich in Betrieb zu sehen und künftig hier vor Ort erneuerbaren Strom zu erzeugen“, so Koch.

Als Generalunternehmer war IBC SOLAR für die Realisierung der Anlage verantwortlich. Die GGEW dankt dem Unternehmen sowie allen weiteren Projektbeteiligten für die gute Zusammenarbeit und die erfolgreiche Umsetzung.

Bürgerinnen und Bürger sollen profitieren

Die GGEW möchte die Menschen in Laudenbach auch unmittelbar an dem Projekt teilhaben lassen. Für Bürgerinnen und Bürger ist deshalb eine finanzielle Beteiligungsmöglichkeit an der Photovoltaikanlage vorgesehen. Darüber hinaus plant die GGEW einen speziellen Stromtarif für Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Laudenbach.

„Die Energiewende findet nicht irgendwo statt, sondern direkt vor Ort. Deshalb ist uns wichtig, dass auch die Menschen in Laudenbach einen konkreten Bezug zu dieser Anlage haben und von ihr profitieren können“, so Hoffmann. Über die konkrete Ausgestaltung der Beteiligungsmöglichkeit und des Stromtarifs wird die GGEW gesondert informieren.

Mit der neuen Anlage baut die GGEW ihr Portfolio an erneuerbaren Erzeugungsanlagen weiter aus. Neben Photovoltaikanlagen in der Region betreibt das Unternehmen auch Windenergieanlagen und investiert kontinuierlich in den Ausbau einer dezentralen und nachhaltigen Energieversorgung.

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